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Wir feierten im Juli 2007 das 75-jährige Bestehen unseres Vereins. Nicht unerwähnt bleiben soll aber, dass die Anfänge des Ortsvereins Winnenden nachweislich bis in das Jahr 1866 zurückreichen.
So gesehen hätten wir bereits in 2006 das 140-jährige feiern können. Der seinerzeit gegründete Zweigverein des Stuttgarter Sanitäts-Vereins bestand jedoch nicht durchgehend.
Erst die 1932 in Winnenden erfolgte Gründung einer freiwilligen Sanitätsabteilung (Sanitätskolonne) vom Roten Kreuz mündete ohne Unterbrechung in den heutigen Ortsverein.
An Hand der (leider nur sehr unvollständig) vorhandenen Unterlagen lässt sich nachweisen, dass in Winnenden bereits – wohl als Folge des zwischen Preußen und Österreich ausgebrochenen sogenannten Bruderkrieges – am 6. Juli 1866 auf Anregung des damaligen Obermedizinalrates Dr. Albert Zeller (dem ersten ärztlichen Direktor der früheren Heilanstalt Winnenthal) ein Zweigverein des Stuttgarter Sanitätsvereins gegründet wurde. In diesem waren 20 Mitglieder registriert. Nach Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen stellte der Verein seine Arbeit wieder ein, ehe es am 22. Juli 1870 nach der Kriegserklärung Frankreichs an Preußen zu einer Neugründung bzw. Wiederaufnahme der Vereinsarbeit im Sanitätsverein Winnenden kam. Wohl im späten Frühjahr 1871 beendete der Verein auch diese Aktivitäten wieder; jedenfalls waren in der Folgezeit keine Unterlagen über eine lokale Rot-Kreuz-Arbeit mehr auffindbar. Dies änderte sich erst wieder zu Beginn des 1. Weltkrieges als sich einem Aufruf der Stadtpfarrer Schmid und Vesenmayer vom 6. August 1914 folgend ein eigener „Ortsausschuss für Winnenden und Umgebung des Roten Kreuzes“ bildete. Nachweislich bestand in den Jahren 1916/17 in Winnenden eine sogenannte Helferinnenabteilung die von Frau Kreuser geleitet und von Obermedizinalrat Dr. Kreuser als Kursleiter fachlich begleitet wurde.
Wie in Winfried Mönchs Ausführungen in der Broschüre „Hundertdreißig Jahre Rotes Kreuz an Rems und Murr“ nachzulesen ist, kamen diese Helferinnen während des Krieges als „Abteilung für weibliches Pflegepersonal“ zum Einsatz und bildeten den pflegerischen Rückhalt einzelner Vereinslazarette.
Während für die Folgezeit, d.h. während des 1. Weltkrieges und die Anfangsjahre der Weimarer Republik, keinerlei Unterlagen über Aktivitäten des Roten Kreuzes in Winnenden vorliegen, lässt sich an Hand von Winfried Mönchs Recherche und einer Anzeige im Volks- und Anzeigenblatt Winnenden nachlesen, dass die eigentliche Geburtsstunde des heutigen DRK-Ortsverein Winnenden im Jahre 1932 liegt. |